Oscar ist unvorsichtig

      Oscar ist unvorsichtig

      Wie ihr ja bereits wisst kommt Oscar aus einem Horrorhaus in dem er mit unzähligen Katzen einfach nur gehortet wurde. Dementsprechend kennt er es gar nicht eine engere Beziehung zum Menschen zu haben und kann nicht so recht mit dem Verhalten der Pelzlosen umgehen. Er sucht ständig meine Nähe und liebt es zu kuscheln, was angesichts seiner Vergangenheit ein echtes Wunder ist. Leider ist er dabei auch äußerst unvorsichtig und tut mir täglich mehrfach weh. Er liegt gerne auf meinem Schoß und schlägt dann nicht selten seine Krallen in meine Oberschenkel um sich in die richtige Position zu ziehen. Ihr könnt euch vorstellen, wie schmerzhaft das ist wenn ein Kater seine Krallen tief in euer Fleisch schlägt und dann sein ganzes Körpergewicht daran hochzieht :S wenn ich versuche ihn daran zu hindern bekommt er Angst und stößt sich quasi mit den Krallen seiner Hinterpfoten IN meinem Bein ab um wegsprinten zu können. Ich habe versucht, ihm durch Jammern klar zu machen, dass mir das weh tut und habe auch schon ein sanftes aber bestimmtes nein versucht, wenn er sich auf meinem Schoß so festkrallt schiebe ich ihn herunter. Aber ehrlich ihr solltet dann seinen verletzten und verschüchterten Ausdruck sehen! Er rennt dann ein Stück weiter weg als habe er Angst vor mir, dreht sich um und schaut mich ganz verzweifelt und unterwürfig an. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass er nicht nur vernachlässigt und in seinem eigenen Pipikacka sitzen gelassen sondern auch geschlagen wurde. ;( Ich bin mir nun nicht sicher, wie ich diese Achtlosigkeiten seinerseits am besten in den Griff bekomme. Ich habe Angst, dass er das Wegschieben nicht darauf zurückführt, dass er mir weh tut, sondern als Ablehnung seiner „Person“ empfindet. Wie würdet ihr damit umgehen?
      Sternschnuppe Mephisto - für immer in meinem Herzen

      Ich würde "Au" sagen und ihn auf den Boden setzen. Kucken kann er dann wie er will, ignorieren. Er hat dir weh getan, dass geht gar nicht.

      Wenn du immer auf eine Art reagierst, gewöhnt er sich dran. Er wird merken, mehr passiert nicht. Irgendwann rennt er nicht mehr weg und hat auch keine Angst mehr. Falls es dir ein Wunsch ist ihn zu beruhigen, siehst du ihn direkt an und machst dann kurz die Augen zu. "Blinzeln" Alles gut, ich tu dir nichts. Hab ich von meinen beiden gelernt. Klappt immer.

      Katzen oder Kater empfinden den Abbruch einer Situation nie als Ablehnung ihrer ich nenne es mal Person. So sind die unernander auch drauf. Dieses klassische, wenn sie sich puten. Plötzlich knallt einer dem anderen eine. Dann hören beide auf mit putzen, evtl. raufen sie ein bischen oder auch nicht. Aber die mögen sich trotzdem noch. Das ist situationsbedingt nicht persönlich. Das was du tun würdest, wäre da indentisch.

      Wenn du das auch so in deinen Kopf kriegst, hast du es: Du machst das, weil er dir nicht weh tun darf, nicht weil du ihn nicht magst.
      Oscars Verhalten erinnert mich ein wenig an das von Sugar. Ich habe das hier mal beschrieben.

      Allerdings schaut sie mich nicht verzweifelt an wenn ich sie an die Seite schiebe, sondern sie kommt sofort wieder und macht weiter :whistling:

      Bevor ich mich zerkratzen lasse würde ich Oscar auf jeden Fall auch vom Schoß schieben. Er muss lernen, dass er Dir nicht weh tun darf.
      Ich denke das hat wenig mit zimperlich zu tun. Eher was damit, dass du seiner ohnehin kaputten Psyche keinen weiteren Schaden zufügen willst und dabei etwas zu behütend oder vorsichtig mit ihm bist. Immer an ne gute Mutter denken. Gute Mütter zeigen ihren Kindern auch Grenzen auf. Oscar bringt das langfristig Sicherheit, wenn er weiß, was er darf und was nicht. Du beschützt ihn also langfristig, in dem du ihn kurzfristig etwas maßregelst.
      Ich lese das mit Oscar gerade erst und empfinde die Situation als schwierig. Ganz so klar wie Anke sehe ich das nicht. Es handelt sich bei Oscar ja nicht um eine „normale“ Katze, wo auch ein „normales“ Regelwerk Gültigkeit hat, sondern um eine vorbelastete. Ich hätte Sorge, durch Wegsetzen sein Vertrauen zu verlieren. Könntest du dir vielleicht eine Decke auf den Schoß legen und seine Pfötchen dann, wenn er die Krallen in die Decke schlägt, sanft „befreien“, auf die Decke legen, streicheln und ihn loben? Ich habe Obelix als er anfänglich so extrem randalierte, immer aus dem Bett geworfen, jetzt kommt er so gut wie nicht mehr, was ich schade finde.
      Nervt dich das auch so tierisch? :D Während ich das Futter und die Medikamente auf die Näpfe verteile wird wild geprügelt. Während ich versuche die Kontrahenten auseinander zu halten wenn es zu heftig wird holt Kröte sich auf der Anrichte schon mal eine Pfote voll Futter aus dem Napf oder reißt diesen von der Anrichte wenn er kein Futter ergattern kann. Er hat seine beiden nagelneuen Näpfe schon zerdeppert :(
      Sternschnuppe Mephisto - für immer in meinem Herzen

      Ich hatte mit KIKI zu Beginn auch einige Probleme.
      Meine Füße unter der Decke waren wohl potentielle Mäuschen. Ich habe ihr dann immer gezeigt, dass da meine Füße drunter sind.
      Beim Nachhause kommen ging sie zur Begrüßung meine Jeans hoch. Auch da musste sie erst lernen, dass da meine Beine drunter sind und es mir weh tut.

      LIO kommt heute ein bis zweimal täglich auf meinen Schoss. Beginnen tut das immer mit Milchtreteln. Da nützt bei der Akupunktur auch kein dicker Pulluver. Wenn ich zu Beginn immer eine Decke dazwischen schieben wollte, war sie weg. Inzwischen ist das kein Problem mehr :)

      Man muss Ihnen nur konsequent zeigen was erlaubt ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „LIO+KIKI“ ()

      NinK schrieb:

      Nervt dich das auch so tierisch? :D Während ich das Futter und die Medikamente auf die Näpfe verteile wird wild geprügelt. Während ich versuche die Kontrahenten auseinander zu halten wenn es zu heftig wird holt Kröte sich auf der Anrichte schon mal eine Pfote voll Futter aus dem Napf oder reißt diesen von der Anrichte wenn er kein Futter ergattern kann. Er hat seine beiden nagelneuen Näpfe schon zerdeppert :(


      Ich versuche, die Katzen erst gar nicht in die Küche zu lassen. Manchmal schaffen sie es trotzdem, aber so schlimm wie Du das bei Dir beschreibst geht es bei uns nicht zu.